Ratgeber · Gründungsberatung

Was kostet eine Gründungsberatung und ist sie förderfähig?

Von Srikumaran SooriakumarAktualisiert am 4 Min. Lesezeit
KI-generierte Illustration: Schreibtisch mit Notizbuch, Taschenrechner und Kaffeetasse
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Kurz gesagt

Eine Gründungsberatung wird üblicherweise nach Stunden- oder Tagessatz abgerechnet, je nach Umfang. Für viele ist sie ganz oder teilweise förderfähig, etwa über einen AVGS bei Arbeitslosigkeit oder drohender Arbeitslosigkeit. Was für dich gilt, hängt von deiner Situation ab.

Was kostet eine Gründungsberatung?

Gründungsberatung wird in der Regel nach Aufwand abgerechnet, als Stundensatz oder Tagessatz. Wie viel es kostet, hängt davon ab, wie umfangreich deine Fragen sind, ob es nur um einen Businessplan geht oder um eine längere Begleitung. Manche Themen sind aufwendiger als andere, etwa ein vollständiger Businessplan mit Finanzplan gegenüber einer einzelnen Fördermittelfrage. Viele Beratungen bieten ein kostenloses Erstgespräch an, in dem ihr Bedarf, Umfang und Preis klärt, bevor etwas beauftragt wird. Ein transparenter Anbieter nennt dir schon vor der Beauftragung eine nachvollziehbare Größenordnung.

Der Preis hängt also weniger von einer festen Tabelle ab als von deinem konkreten Bedarf. Ein kurzer Sparring-Termin zu einer einzelnen Frage kostet naturgemäß weniger als eine mehrwöchige Begleitung von der Idee bis zum fertigen Antrag. Hilfreich ist, vor dem Erstgespräch für dich selbst zu sortieren, ob du eher eine punktuelle Einschätzung suchst oder eine durchgehende Begleitung. Je klarer dein Anliegen, desto genauer kann dir ein Anbieter eine Größenordnung nennen. Frag ruhig direkt, ob nach Stunden oder pauschal abgerechnet wird und was passiert, wenn der Umfang während der Zusammenarbeit wächst.

Was ist in einem Beratungspaket meist enthalten?

Ein Beratungspaket umfasst meist eine feste Anzahl an Terminen und klar benannte Ergebnisse. Typisch sind ein Erstgespräch zur Bedarfsklärung, mehrere Arbeitstermine und konkrete Ergebnisse wie ein strukturierter Businessplan, eine Finanzplanung oder Feedback zu Förderfragen. Manche Pakete enthalten zusätzlich schriftliche Rückmeldungen, Vorlagen oder eine Nachbetreuung für Rückfragen. Was genau dazugehört, unterscheidet sich je Anbieter, deshalb lohnt der Blick in die Leistungsbeschreibung. Achte darauf, ob Überarbeitungen, weitere Termine oder eine fachkundige Stellungnahme separat berechnet werden, denn das erklärt Preisunterschiede zwischen Angeboten.

Ein einfaches Beispiel: Zwei Angebote wirken auf den ersten Blick ähnlich teuer. Beim genauen Hinsehen umfasst das eine drei Termine plus eine schriftliche Rückmeldung, das andere nur einen einzigen Termin, während jede Überarbeitung zusätzlich berechnet wird. Erst der Blick auf den Leistungsumfang macht die Angebote vergleichbar. Sinnvoll ist deshalb, nicht nur auf die Endsumme zu schauen, sondern auf das Verhältnis von Preis und Leistung. Frag konkret nach, wie viele Termine enthalten sind, welche Ergebnisse du am Ende in der Hand hältst und ob Rückfragen nach Projektende noch möglich sind.

Wann ist eine Gründungsberatung förderfähig?

Bist du arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht, kann eine dafür zugelassene Maßnahme, etwa ein Gründercoaching, über einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) gefördert werden. Dann übernimmt die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter die Kosten, und die Beratung ist für dich kostenfrei. Ob dir ein AVGS zusteht, entscheidet die Agentur für Arbeit im Einzelfall. Mehr dazu im Überblick zum AVGS.

Gibt es neben dem AVGS weitere Fördermöglichkeiten?

Ja, neben dem AVGS gibt es weitere öffentliche Programme, die Beratung ganz oder teilweise fördern können, jeweils mit eigenen Voraussetzungen. Für bereits selbstständige Unternehmen und Freiberufler gibt es zum Beispiel die bundesweite Förderung unternehmerischen Know-hows über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Daneben haben viele Bundesländer eigene Beratungs- oder Coachingprogramme, etwa die Beratungsförderung des RKW Hessen oder des RKW Sachsen, das Beratungsprogramm Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen oder Coaching BONUS der Investitionsbank Berlin. Ob ein Programm für dich in Frage kommt, hängt von Faktoren wie deinem Status, dem Zeitpunkt der Gründung und dem Ort ab und entscheidet die jeweils zuständige Stelle im Einzelfall. Eine Zusage lässt sich daraus nicht ableiten. Sinnvoll ist, die für dich zuständige Stelle vor der Beauftragung zu fragen, welche Förderung konkret möglich ist.

Wichtig ist dabei, die Programme nicht zu vermischen, denn sie richten sich an unterschiedliche Situationen und werden von unterschiedlichen Stellen entschieden. Ein AVGS betrifft in erster Linie Menschen, die arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht sind, während sich eine BAFA-Förderung an bereits bestehende Unternehmen richtet. Kläre deshalb zuerst, in welche Lage du fällst, und frag dann gezielt bei der passenden Stelle nach. So vermeidest du, Zeit mit einem Programm zu verlieren, das für deinen Fall gar nicht vorgesehen ist.

Worauf solltest du beim Angebot achten?

Frag vor der Beauftragung, was genau im Paket steckt: Umfang, Anzahl der Termine, ob Unterlagen wie Businessplan oder Finanzplan enthalten sind und wie die Zusammenarbeit abläuft. So kannst du Angebote sachlich vergleichen. Praktisch bewährt hat sich eine kurze Checkliste, die du vor der Zusage durchgehst: Steht der Preis samt Zahlungsweise fest? Ist klar, was passiert, wenn zusätzliche Termine nötig werden? Wer ist deine Ansprechperson, und wie schnell bekommst du Rückmeldung? Ein seriöser Anbieter beantwortet solche Fragen bereitwillig und ohne Druck. Wenn ein Angebot dagegen vage bleibt oder auf schnelle Unterschrift drängt, ist das ein Grund, genauer hinzusehen.

Wie erkenne ich ein seriöses Angebot?

Ein seriöses Angebot ist transparent bei Preis, Leistung und Grenzen. Achte darauf, dass Kosten, Leistungsumfang und Zahlungsweise klar benannt sind, bevor du etwas unterschreibst. Ein gutes Zeichen sind ein kostenloses oder klar bepreistes Erstgespräch ohne Druck, eine nachvollziehbare Leistungsbeschreibung und die ehrliche Auskunft darüber, was Beratung leisten kann und was nicht. Skeptisch machen sollten dich Erfolgsversprechen wie eine garantierte Förderzusage, denn Leistungen wie der AVGS oder der Gründungszuschuss sind Ermessensleistungen ohne Rechtsanspruch. Auch pauschale Werbung, undurchsichtige Preise oder Druck zum schnellen Abschluss sind Warnsignale. Bei geförderten Maßnahmen kannst du zusätzlich prüfen, ob der Anbieter für die Maßnahme zugelassen ist.

Worauf du achten kannst
1Abrechnung

Meist Stundensatz oder Tagessatz, abhängig von Umfang und Thema.

2Erstgespräch

Häufig kostenlos, um Bedarf und Passung zu klären.

3Förderung

Über einen AVGS kann die Beratung kostenfrei sein, wenn du die Voraussetzungen erfüllst.

4Angebot

Frag vorab nach Leistungsumfang und was im Paket enthalten ist.

Redaktion und Quellen
Autor und fachliche Prüfung
Srikumaran Sooriakumar, Gründungsberater und Change-Management-Berater bei SK Strategies. Über Soori
Zuletzt fachlich geprüft am
Primärquellen

Redaktionell erstellt und intern geprüft. Keine Rechts- oder Steuerberatung.

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